Per Smartphone mal eben eine Auslandskrankenversicherung abschließen, bevor es in den Urlaub geht. So stellen sich viele Startups die Zukunft der Versicherungsbranche vor – gestalten die Zukunft gleich mit. Diese Insurtechs genannten Jungunternehmen machen das langweilige Thema Versicherungen wieder hipp und attraktiv. Sie beschleunigen Prozesse und bauen Bürokratie ab. Und das wohl mit Erfolg, denn die jungen Versicherungsunternehmen benötigen verstärkt Personal.

Die Metasuchmaschine für Stellenanzeigen joblift hat den Stellenmarkt für Versicherungsjobs untersucht und herausgefunden, dass der Insurtech-Markt mehr als doppelt so stark wächst (neun Prozent), wie der von etablierten Versicherungsunternehmen (vier Prozent).

Insgesamt machen die Jobausschreibungen des Insurtech-Marktes jedoch nur fünf Prozent des ganzen Marktes aus. Kein Wunder, gibt es derzeit rund 4000 Versicherer in Europa – eindeutig zu viel nach Meinung von Zurich-Chef Mario Greco.

Insurtechs wollen etablierte Versicherungsstandorte erobern

Der Siegeszug führt die Insurtechs in die etablierten Versicherungsstädte Köln und München. Zwar bietet die Start-up Hochburg Berlin immer noch sechsmal so viele Insurtech-Jobs an wie Köln und München zusammen, doch das soll das neu gegründete InsurLab in Köln ändern. An dem Wirtschaftsstandort mit rund 70 Versicherungen soll nun mit gemeinsamen Vertretern aus Startups, Hochschulen,Versicherern und Technikunternehmen das Versicherungsdrehkreuz Köln ausgebaut und innovativ gestaltet werden.

Studenten werden bevorzugt

Die Rolle der Hochschulen wird auch in der Studie deutlich: Insurtechs suchen bevorzugt neue Kollegen mit einem Hochschulabschluss. Im Gegensatz dazu verlangen klassische Versicherer häufiger eine Ausbildung. Während sich die Unternehmen in diesem Punkt unterscheiden, suchen beide voranging nach Vertriebsmitarbeitern. Gute Verkäufer werden halt immer gesucht.

Infografik zum Insurtech-Jobmarkt